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UNSERE METHODEN

enterability unterstützt Menschen mit Schwerbehinderung auf ihrem Weg in die Selbständigkeit – mit einer Beratung, die ihre besonderen Voraussetzungen, Fähigkeiten und Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt.

Jede Gründung ist anders

In der Beratung gehen wir gezielt auf die besonderen Voraussetzungen, Bedürfnisse und Fähigkeiten unserer Kund:innen mit Behinderung ein – jede Gründungsgeschichte ist so individuell und einzigartig wie der Mensch dahinter.

Menschen mit Schwerbehinderung bringen ein breites Spektrum verschiedenster Behinderungsarten mit ihren jeweils spezifischen Beeinträchtigungen mit. Die meisten erwerben ihre Behinderung im Laufe ihres Arbeitslebens, und viele können ihre erlernten Berufe aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben. Viele benötigen einen speziell auf die Bedürfnisse ihrer Behinderung eingerichteten Arbeitsplatz, mehr Ruhephasen oder eine besondere Prozessorganisation, die ihrer Behinderung geschuldet ist. Viele Menschen mit organischen Erkrankungen, Schmerzpatienten oder Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen sind leistungsfähig unter einer Bedingung: Sie müssen ihre Arbeitsprozesse oder Arbeitsabläufe sowie Arbeitszeiten und Pausen flexibel selbst bestimmen können.

Viele unserer Gründungsinteressierten berichten, dass sie trotz intensiver Suche und oft hoher Qualifikation keinen Arbeitsplatz gefunden haben, der ihren behinderungsbedingten zeitlichen Anforderungen an den Arbeitsprozess gerecht wird. Fakt ist: Solche Arbeitsplätze existieren einfach nicht in ausreichender Zahl.

Jede Behinderung hat Auswirkungen auf die Gründung

In mehr als 20 Jahren praktischer Erfahrung mit der konkreten Gründungsberatung von Menschen mit Schwerbehinderung haben wir eines gelernt: Jede Behinderung hat Auswirkung auf die Gründung.

Das klassische Gründungswissen allein führt nicht zu nachhaltigen Gründungen. Neben allen üblichen Schwierigkeiten bei der Existenzgründung treten bei Menschen mit Behinderung zusätzlich besondere behinderungsbedingte Probleme auf. Eine nachhaltige Qualifizierung zur Gründung muss diesen Herausforderungen in besonderer Weise und ganz individuell Rechnung tragen.

Gründer:innen mit Schwerbehinderung bringen ein breites Spektrum verschiedenster Behinderungsarten mit ihren jeweils spezifischen Beeinträchtigungen mit. Um gut arbeiten zu können, benötigen viele einen speziell auf die Bedürfnisse ihrer Behinderung eingerichteten Arbeitsplatz und/oder eine besondere Prozessorganisation, die ihrer Behinderung geschuldet ist.

So sind beispielsweise viele Menschen mit organischen Erkrankungen, Schmerzpatient:innen oder Menschen mit seelischen und psychischen Beeinträchtigungen leistungsfähig unter einer Bedingung: Sie müssen ihre Arbeitszeiten und Pausen flexibel selbst bestimmen können.

Für die Gründungsberatung von Menschen mit Behinderung ist es vor diesem Hintergrund von großer Bedeutung, sich alle relevanten Auswirkungen im individuellen Fall bewusst zu machen.
Das konkretisiert sich bei enterability vor allem darin, dass
• die Behinderung in allen Phasen der Gründungsvorbereitung offen thematisiert wird.

Die Beratung muss offen alle Auswirkungen auf das geplante Geschäftsvorhaben analysieren. Art, Grad und Kombination von Behinderungen können auf unterschiedliche Weise Einfluss auf die Gründung und die berufliche Selbständigkeit haben. Die möglichen Auswirkungen bilden einen wesentlichen Ansatzpunkt für eine zielgruppenspezifische Beratung. Nur wenn sie im Beratungsprozess unvoreingenommen und vollständig in den Blick genommen werden, lassen sich gemeinsam Lösungen erarbeiten, die geeignet sind, um Nachteile, die mit einer Behinderung assoziiert sind, auszugleichen und die Risiken und Chancen der Gründung konkret und realistisch einzuschätzen. Wichtig ist dabei zu beachten, dass nicht alle Auswirkungen von Behinderungen die Selbständigkeit negativ beeinflussen und nur als Defizite relevant wären. Nur so ist eine realitätsnahe Planung möglich. Nur so können an die jeweiligen individuellen behinderungsbedingten Einschränkungen angepasste Lösungen gefunden werden.

Das gilt auch für Arten der Schwerbehinderung, die bei uns nach wie vor in einem hohen Maße tabuisiert sind (dazu gehören beispielsweise HIV, alle Formen seelischer und psychischer Behinderungen, Suchterkrankungen, Brustkrebs bei Frauen und Prostatakrebs bei Männern).

Es fällt den Betroffenen oft schwer, offen darüber zu sprechen. Aber nur, wenn man ehrlich alle Auswirkungen und Konsequenzen dieser Behinderungen in den Blick nimmt, ist eine realitätsnahe Planung möglich. Nur so können an die jeweiligen individuellen behinderungsbedingten Einschränkungen angepasste Lösungen gefunden werden. Das ist immer ein individueller und ergebnisoffener Prozess.

Nicht jede Geschäftsidee ist tragfähig

Unser übergeordnetes Ziel ist es, durch die Qualifizierung zur beruflichen Selbständigkeit Menschen mit Schwerbehinderung die Integration in das Arbeitsleben zu ermöglichen.
Gleichzeitig soll das Angebot von enterability verhindern, dass Menschen mit Schwerbehinderung aus der Not der Arbeitslosigkeit heraus ohne gründliche und kompetente Vorbereitung gründen. Ohne professionelle Vorbereitung endet eine Geschäftsgründung oft in der Insolvenz und hat dann häufig eine langfristige Überschuldung der Gründer:innen zur Folge.

Die Beratung von enterability ist daher ergebnisoffen. Sollte sich herausstellen, dass das Geschäftsvorhaben nicht rentabel ist, wird von einer Gründung abgeraten oder gemeinsam mit den Gründungsinteressierten auf eine Optimierung seines Konzepts hingearbeitet.

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